von Rabea Sonnenberg

Handball - 1. Herren mit Remis im Derby

Am Samstagabend endete das Derby unserer 1. Herrenmannschaft beim TV Dinklage mit 31:31 ...

Durch den ersten Angriff und einen Siebenmeter führten die Hausherren aus Dinklage bereits nach zwei Minuten mit 2:0. Die Bramscher Gäste glichen den Spielstand aber nach fünf Minuten wieder aus (2:2).

Ein Muster, das sich bis zum Ende wiederholen sollte, in einer Partie, in der nie eine der beiden Mannschaften mit mehr als drei Treffern in Führung gehen konnte. Dies lag auch daran, dass die Bramscher zwar durchaus zum Abschluss kamen, in der Rückwärtsbewegung aber oftmals nicht den Zugriff auf die schnellen Dinklager fanden.

Bramsches Spielertrainer Kai Golchert dazu: „Gegen die gebundenen Angriffe haben wir es anfangs ganz gut gemacht, aber wenn wir vorne nicht getroffen haben, hatten wir Probleme in der Rückwärtsbewegung gegen die Tempogegenstöße von Dinklage. Auch den Spielmacher Julian Nachtigal haben wir nie ganz in den Griff bekommen.“

Dieser hatte am Ende der Partie dreizehn Tore erzielt, davon fünf verwandelte Siebenmeter. Nach dem 13:13 wechselte Golchert sich selbst für den glücklosen Daniel Kellermeier ins Tor ein. Zur Halbzeit stand es 17:15 für Dinklage.

Im zweiten Durchgang blieben die Gastgeber zunächst in Führung, doch nach drei Paraden von Golchert und erfolgreichen Gegenstößen von Bramsche gelang der erneute Ausgleich (22:22). Im Anschluss häufte sich der Eindruck, dass der junge Schiedsrichter teilweise den Überblick verloren hatte. So kam es immer wieder zu Unterbrechungen und Rücksprachen mit einzelnen Akteuren und dem Kampfgericht.

Auch wirkte die Bilanz der Strafen etwas einseitig, denn die Hasestädter erhielten insgesamt zwei gelbe Karten und fünf Zeitstrafen, auf Seiten Dinklages gab es dagegen keine, obwohl auch hier durchaus Fouls mit Siebenmetern bestraft wurden. Golchert dazu: „Man muss insgesamt einfach sagen, dass bei 50:50-Situationen letztlich immer gegen uns entschieden wurde.“

Allerdings räumte er auch ein, dass „wir uns bei den Zeitstrafen wegen Meckerns an die eigene Nase fassen müssen.“ In der sechsundvierzigsten Minute kam es dabei zu einem besonderen Kuriosum: Bramsches Kreisläufer Marcel Golchert wurde beim eigenen Angriff gefoult, regte sich danach aber so lautstark darüber auf, dass er eine Zwei-Minuten-Strafe erhielt, sein Team aber gleichzeitig einen Siebenmeter zugesprochen  bekam.

Diesen konnte Lars Meyer dann aber nicht verwandeln und so blieb es vorerst beim 24:24. Dafür erzielte er gut zwei Minuten vor dem Ende das 31:30 für Bramsche. Nach dem erneuten Ausgleich durch Dinklage erhielten die Bramscher nun wieder das Angriffsrecht und, weil noch eine gute Minute zu spielen war, damit die große Chance doch noch den Sieg zu holen.

Doch trotz Besprechung während der eingelegten Auszeit gelang es den Bramschern nicht, noch einen Treffer zu erzielen. Stattdessen kamen die Dinklager wieder in Ballbesitz und einzelne TuS-Akteure rückten heraus, um ihren Gegenspielern entgegenzugehen. Wenige Sekunden vor dem Ende nahm dann auch der Dinklager Trainer sein Recht auf ein Time-Out wahr. Auf der Uhr standen zunächst noch zwei Sekunden, doch wieder gab es Diskussionen, ob es durch die langsame Reaktion des Kampfgerichtes bzw. dessen Kommunikation mit dem Unparteiischen zu Zeitverlust gekommen sei. Schließlich wurde entschieden, die Partei noch vier Sekunden laufen zu lassen, die die Hausherren auch noch zu einem letzten Wurf auf das TuS-Tor nutzen konnten, doch ging dieser deutlich vorbei und so blieb es am Ende beim 31:31.

Für den TuS Bramsche spielten: Marc Clausing (8 Tore), Lars Meyer (7), Jan Wendte (7), Alexander Brockmeyer (3), Marcel Golchert (3), Magnus Borcherding (2), Yannik Frey (1), Henri Brauer, Maurice Hommers, Marko Klein Helmkamp, David Remme, Nick Schädel sowie Kai Golchert und Daniel Kellermeier (beide Tor).

Bildunterschrift:
Marcel Golchert, Marko Klein Helmkamp, David Remme, Maurice Hommers, Marc Clausing, Nick Schädel, Soeren Vollmer (stehend v.l.n.r.). Henri Brauer, Magnus Borcherding, Lars Meyer, Spielertrainer Kai Golchert, Daniel Kellermeier, Jan Wendte, Alexander Brockmeyer und Yannik Frey (sitzend v.l.n.r.). Es fehlt: Michel Ortland.

Text und Bild: Andreas Schüßler, TuS Bramsche e. V.

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