von Rabea Sonnenberg

Handball - 1. Herren schafft Klassenerhalt aus eigener Kraft

Am Samstagabend gewannen unsere Landesliga-Handballer ihr letztes Saisonspiel gegen den TvdH Oldenburg II mit 36:34. Auch wenn die HSG Osnabrück nun ihre letzten Nachholspiele alle gewinnen sollte, steht der Klassenerhalt des TuS-Teams damit fest ...

Den Bramscher Akteuren fehlte zu Beginn der Partie deutlich der Zugriff in der eigenen Defensive, sodass die Oldenburger immer wieder durchkamen und auch ihre Gegenstöße fast immer ins Ziel fanden. TuS-Trainer Kai Golchert bekannte später offen: „Insgesamt war die erste Hälfte eine Katastrophe von uns. Mental waren wir nicht auf dem Platz und uns fehlte auch jede Körpersprache.“

Entsprechend liefen die Hausherren schnell einem Rückstand hinterher. Nach sieben Minuten lagen die Bramscher bereits mit 2:5 zurück. Zwar konnte man diesen bis zur zwölften Minute noch einmal ausgleichen (5:5), doch führte man in der kompletten ersten Halbzeit nicht ein einziges Mal.

Die letzten Minuten vor der Pause zeigten die Hasestädter dann eine etwas stärkere Phase und machten mit mehreren gelungenen Tempogegenstößen aus einem 10:14 ein 13:14. Mit einem Reflex verhinderte der Oldenburger Torwart direkt vor der Pause sogar noch den Ausgleich.

Im zweiten Durchgang kämpften sich die Gastgeber dann Stück für Stück ins Spiel. Nach einiger Zeit stellte Golchert auf eine offensiv ausgerichtete Abwehr mit Marko Klein Helmkamp um, der in der Angriffsbewegung stets mit Björn Engler aus der zweiten Mannschaft ausgetauscht wurde.

Diese taktische Umstellung wurde vom Bramscher Übungsleiter später als „entscheidend“ eingestuft und tatsächlich wurde der defensive Zugriff seiner Mannschaft dadurch so gut, dass man den Spielstand zunächst ausgleichen konnte und mit dem 25:24 nach fünfundvierzig Minuten erstmals die Führung in der Partie übernahm.

Mit dem 30:28 nach gut einundfünfzig Minuten durch David Remme schien sich der Spielverlauf endgültig zu drehen, da auch die Oldenburger Gegenmaßnahmen wie der Wechsel ihres Torhüters oder das spätere Manndecken von Engler keine nachhaltige Wirkung zeigten, doch am Ende kam es doch noch zu einem Herzschlagfinale.

Nach mehreren umstrittenen Zeitstrafen hatten die Hausherren durch eine zeitliche Überschneidung für zweiundvierzig Sekunden zwei Akteure weniger auf dem Platz. Der Ex-Bramscher Malte Hesse nutzte dies für seinen Treffer zum 35:34.

Der Ballbesitz ging nun wieder an Bramsche über und da nur noch einunddreißig Sekunden zu spielen waren, nahm Golchert eine Auszeit, um seine Mannschaft darauf einzustellen. Noch immer hatte Oldenburg einen Mann mehr auf dem Feld und versuchte durch Manndeckung den Ball zu erobern.

Doch stattdessen kam der Ball zu Joshua Friese, dessen Einsatz erst eine Stunde vor dem Anpfiff feststand, da er zuvor erkrankt war, der diesen zum entscheidenden 36:34 im Oldenburger Tor versenkte und direkt vor der Bramscher Fanseite jubeln konnte, während der letzte Oldenburger Angriffsversuch wenige Sekunden vor dem Abpfiff scheiterte.

Auch wenn die HSG Osnabrück nun ihre letzten Nachholspiele alle gewinnen sollte, steht der Klassenerhalt des TuS-Teams damit fest. „Wir haben unser Ziel, mit dem Gewinn mindestens eines Punktes den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen, erreicht. Jetzt können wir in Ruhe runterfahren, die Saison Revue passieren lassen und dann im Juli wieder angreifen“, resümierte Golchert nach dem Abpfiff.

Für den TuS Bramsche spielten: Lars Meyer (12 Tore), Joshua Friese (7), Björn Engler (4), Marcel Golchert (3), Maurice Hommers (3), Michel Ortland (3), David Remme (3), Magnus Borcherding (1), Marco Gasper, Ulrich Kamotzke, Marko Klein Helmkamp sowie Kai Golchert und Daniel Kellermeier (beide Tor).

Text: Andreas Schüßler, TuS Bramsche e. V.
Archiv-Bild: noz.de, Stefan Gelhot

Zurück