von Rabea Sonnenberg

Handball - 1. Herrenmannschaft verliert gegen fehlerlosen Gegner

Der Fanbus, ein Bulli und einige private Fahrzeuge mit Bramscher Anhängern hatten sich auf dem Weg zum Auswärtsspiel ihrer Mannschaft gemacht, sodass die Halle etwa zu zwei Dritteln mit TuS-Fans gefüllt war, die nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Lautstärke her die Gastgeber deutlich übertrafen.

Entsprechend engagiert starteten die Hasestädter in die Partie. Betreut wurde die Mannschaft von Aufstiegs-Spielertrainer Christoph Müller, der von den verletzten Akteuren Alexander Brockmeyer und Marcel Golchert tatkräftig unterstützt wurde.

Die verhältnismäßig junge Bramscher Mannschaft gab sich in den ersten Minuten keine Blöße gegen die routinierteren Hausherren. Nach acht Minuten stand es 3:3. Auf das dann folgende 4:3 der HSG folgte eine Zeitstrafe für Joshua Friese. Diesen Umstand nutzte Barnstorf/Diepholz, um auf 5:3 zu erhöhen.

Nun folgte eine Phase, in der die Gastgeber deutlich effektiver spielten als die Hasestädter. So kamen die Bramscher nicht so gut durch die HSG-Abwehr wie umgekehrt und auch vorn ließ man einige Gelegenheiten aus. Barnstorf/Diepholz erhöhte in der Folge auf 11:5. TuS-Keeper Kai Golchert später dazu: „Diese sechs Tore haben uns am Ende das Genick gebrochen.“

Danach nahm die TuS-Bank eine Auszeit. Die Team-Besprechung schien zu fruchten, denn in der Folge kämpften sich die Bramscher wieder etwas heran, obwohl einige strittige Situationen von den Unparteiischen zugunsten der Heimmannschaft ausgelegt wurden.

So ging es mit 11:14 in die Halbzeit. Nach der Pause blieb dieser geringe Vorsprung der HSG zunächst stabil. Mit der Zeit wurde aber die mangelnde Souveränität der Hasestädter immer deutlicher. Als HSG-Ikone Nils Mosel nach vierzig Minuten die rote Karte sah, standen kurzzeitig sechs Bramscher Feldspieler dreien von Barnstorf/Diepholz gegenüber. Dennoch schafften es die Hausherren über Außen das 22:18 zu erzielen.

Auf Seiten der Gastgeber waren in der Abwehr so gut wie keine Fehler zu sehen und auch nach vorn hin ließen sie sich nur zwei oder drei Bälle abnehmen. Gekonnt konterten sie in der eigenen Halle.

Bramsche gab dennoch nicht auf und wurde unter anderem vom nervenstarken Marc Clausing im Spiel gehalten, der sieben von acht Strafwürfe, für die er zeitweise extra eingewechselt wurde, souverän verwandelte.

Beim vorentscheidenden 21:27 nach knapp fünfzig Minuten griffen die Hasestädter nochmals zur Time-Out-Karte, doch am Ende war die Hypothek des Rückstands einfach zu hoch. Obwohl die TuS-Anhänger bis zur Schlusssekunde Stimmung machten und ihrer Mannschaft auch nach dem Abpfiff applaudierten, blieb der Rückstand bis zum Ende deutlich und so endete das Spiel 26:33.

Müller fasste im Anschluss zusammen: „Kämpferisch top, Fans top. Wir waren sicher nicht sieben Tore schlechter heute, aber wir haben einfach in einigen Situationen die falsche Entscheidung getroffen und dann verlierst du eben gegen so eine abgezockte Truppe.“

Die Winterpause wollen die Handballer des TuS Bramsche nun nutzen, um gestärkt in die Rückrunde zu starten und die Suche nach einem neuen Cheftrainer voranzutreiben.

Für den TuS Bramsche spielten: Marc Clausing (7 Tore), Lars Meyer (6), Marcel Luhn (4), Hendrik Schäfke (4), Guido Kroll (3), Linus Kruse (2), Maurice Hommers, Joshua Friese, Michel Ortland, Karl Scharpf sowie Lasse Brügmann und Kai Golchert (beide TW).

Text: Andreas Schüßler, Pressewart Handball, TuS Bramsche
Archivfoto: noz.de. Rolf Kamper
Bildunterschrift: Kai Golchert, Torwart TuS Bramsche, in Aktion.

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