von Rabea Sonnenberg

Handball - 1. Herren erneut ohne Glück

Mit etwa fünfzig mitgereisten Anhängern im eigens gebuchten Bus verwandelten die Bramscher Anhänger die gegnerische Halle, atmosphärisch gesehen, in ein Heimspiel für die eigene Mannschaft. Entsprechend euphorisiert und engagiert gingen die Hasestädter von Beginn an zu Werke.

So gelang es sowohl vorne als auch hinten mit den Gastgebern mitzuhalten, wobei der ehemalige Zweiligaspieler Jörn Wolterink einen Sahnetag erwischte. Immer wenn die Bramscher defensiv so gut standen, dass der Neuenhauser Angriff wegen Zeitspiels abgepfiffen zu werden drohte, ging der Ball an den Zweimetermann, der dann zumeist eine Lösung fand und ihn im TuS-Tor unterbringen konnte. „Auf ihn fehlte uns heute der richtige Zugriff. Ausgerechnet heute hat er eines seiner besseren Spiele gezeigt“, räumte Bramsches Trainer Dennis Kötter hinterher ein.

Seine Spieler gingen trotzdem weiter an ihre Leistungsgrenze und so konnte sich über die gesamt Spielzeit hinweg kein Team deutlich von dem anderen absetzen. Dementsprechend ging es mit einem engen 19:17 in die Halbzeit.

Nach der Pause ging das Spiel dann hart umkämpft weiter. In der achtunddreißigsten Minute konnte A-Jugend-Youngster Lars Meyer dann den Spielstand noch einmal ausgleichen (23:23). Allerdings war vor allem Wolterink weiterhin nicht auszuschalten, sodass die Spielgemeinschaft immer wieder vorlegte.

Auch die Paraden von Keeper Jakob Kasperlik, den Bramsche erst vor dem Spiel von Oberligist HSG Barnstorf/Diepholz verpflichtet hatte und der nun erstmals zum Einsatz kam, konnten dies nicht verhindern.

So blieb die Partie bis zum Ende offen und spannend. Eine gute Minute vor dem Ende erzielte Neuhaus das 35:34. Während des letzten Bramscher Angriffs nahm Kötter dann zwölf Sekunden vor dem Ende nochmals eine Auszeit, um die letzte Aktion zu besprechen. Doch es gelang nicht mehr, den Ball innerhalb der Spielzeit im SG-Tor unterzubringen, und so verlor der TuS trotz guter Leistung mit nur einem Tor Unterschied.

Kötter resümierte: „Das ist schon frustrierend. Vielleicht fehlt manchmal einfach der letzte Punch oder das Quäntchen Glück, wenn man unten drinsteht. Wenn zwei Aktionen anders laufen, geht man hier mit zwei statt null Punkten nachhause. Normalerweise sollten vierunddreißig Auswärtstore zum Sieg reichen.“ Besonderen Dank richtete der Trainer dann noch einmal an die Bramscher Anhänger, die ihr Team so euphorisch unterstützten und diesem nach der Partie, ebenso wie der Gegner, Respekt für die starke Leistung zollten.

Ebenso stark, aber erfolgreicher agierten Bramsches zweite Herren im Spitzenspiel der Landesklasse Weser-Ems Süd. Gegen die zweitplatzierte HSG Wagenfeld/Wetschen war der Tabellenführer jederzeit tonangebend und ließ sich auch durch eine doppelte Manndeckung nur kurzzeitig aus dem Konzept bringen. Trotz des Fehlens von Routinier Christoph Müller dominierte man den Gegner. Trainer Maik Podszuweit zeigte sich nach dem 33:26-Sieg seiner Mannschaft zufrieden: „Lediglich die Chancenverwertung stand einem noch höheren Sieg im Weg. Daran müssen wir noch weiter arbeiten.“

Für den TuS Bramsche spielten: Alexander Brockmeyer (8 Tore), Maurice Hommers (7), Joshua Friese (6), Marc Clausing (5), Marcel Luhn (3), Lars Meyer (2), Michel Ortland (2), Hendrik Schäfke (1), Thomas Erben, Karl Scharpf sowie Lasse Brügmann, Kai Golchert und Jakob Kasperlik (alle drei TW).

Archivfoto: noz.de, Rolf Kamper
Text: Andreas Schüßler, Pressewart Handball, TuS Bramsche

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