von Rabea Sonnenberg

Handball - 1. Herren mit herber Niederlage

„Eigentlich haben wir unsere ersten drei, vier Angriffe gut eingeleitet, aber leider haben wir sie nicht genutzt und dann hat uns der Gegner schnell überspielt und seinen Linksaußen freigespielt“, fasste TuS-Trainer Dennis Kötter den Spielanfang zusammen, bei dem die Hausherren seine Mannschaft zum 4:1 nach sechs Minuten auskonterten.

Genau vor diesem überfallartigen Spiel über die schnelle Mitte hatte der Bramscher Übungsleiter seine Mannschaft vor der Partie eingestellt. Um sie daran zu erinnern nahm er beim Stand von 8:2 eine Auszeit. Doch nach der Teambesprechung begannen die Hasestädter den Schlussmann Fredenbecks regelrecht warmzuwerfen und mit jedem Tor der Gastgeber wurden diese selbstbewusster und die Köpfe der TuS-Akteure hingen tiefer und tiefer.

Effektiv zog der VfL sein Spiel durch und so war das Spiel praktisch bereits zur Halbzeit entschieden, in die es mit 23:10 ging. Für den zweiten Durchgang stellte Kötter das System seiner Mannschaft auf zwei Kreisläufer um. Dadurch gelang es den Bramschern zwar ihre Offensivmöglichkeiten etwas effektiver zu nutzen und das Konterspiel der Gastgeber hin und wieder zu unterbinden, einen dauerhaften Zugriff fanden sie in der eigenen Defensive aber weiterhin nicht.

So trafen die Hasestädter nun zwar regelmäßiger, der Vorsprung der Fredenbecker blieb aber konstant. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Alexander Brockmeyer sechs seiner sieben Strafwürfe gewohnt zuverlässig verwandelte.

Auch die Strapazen der langen Anreise wollte Kötter nicht als Entschuldigung für die Anfälligkeit seiner Mannschaft für das Tempospiel der Hausherren gelten lassen: „Wir hatten heute einen sehr, sehr starken Gegner, den wir auch in Bestform vermutlich nicht geschlagen hätten.“

Dies wurde letztlich auch am 47:30-Endstand deutlich. Entsprechend ehrlich resümierte Kötter nach dem Schlusspfiff: „Wir müssen das Ding heute einfach abhaken und weitermachen. Bis auf die Offensivsteigerung in der zweiten Hälfte kann ich heute nichts Positives finden.“

Dafür gab es neben der Hochzeit von Maurice Hommers einen weiteren emotionalen Höhepunkt. Keeper Kai Golchert hatte die Reise nach Fredenbeck nicht mitgemacht, weil er nur wenige Stunden zuvor zum ersten Mal Vater geworden war.

Jeweils einen Punkt gab es immerhin für Bramsches zweite Mannschaft und die männliche C-Jugend. Sowohl die Reserve als auch die Youngsters spielten 30:30, die Routiniers bei der TSG 07 Burg Gretesch, der Nachwuchs daheim gegen die SG SV F-fehn./TuS P-fehn.

Für den TuS Bramsche spielten: Alexander Brockmeyer (9 Tore), Marc Clausing (5), Thomas Erben (5), Joshua Friese (5), Marcel Golchert (3), Maurice Hommers (2), Michel Ortland (1), Christian Bergmann, Marcel Luhn sowie Lasse Brügmann und Patrick Kovaci (beide TW).

Foto: Carsten Schwedler
Text: Andreas Schüßler, Pressewart Handball, TuS Bramsche

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